Der Sumpf von Mousterlin

Als einzigartiges Naturerbe bietet der Sumpf oder Polder von Mousterlin einen wunderschönen Einblick in eine unvergleichliche biologische Vielfalt in einem Gebiet, wo Land und Meer ineinander übergehen. Was das Tierleben betrifft, so befinden wir uns hier im Königreich der Vögel: Seidenreiher, Graureiher, Mittelsäger und sogar die aus Sibirien stammende Ringelgans – der Beweis für ein vogelfreundliches Gebiet. Und was die Pflanzen angeht, so erfreut jede Jahreszeit mit einem zauberhaften Festival an Farben und Düften.

Der Sumpf oder Polder von Mousterlin ist ein Nehrungshaken, der symmetrisch zu dem des Weißen Meers ist und sich in östlicher Richtung zur Pointe de Beg-Meil hin erstreckt. 1840 befand sich der Engpass, durch den das Meer eindrang, am östlichen Ende der Nehrung, in Höhe von Vorlen. 1903 verlagerte er sich dann nach Cleut-Rouz Richtung Westen und schließlich 1913 nach Mousterlin. In rund 10 Jahren verlagerte sich also der Engpass von einem Ende zum anderen, was sicherlich auf eine Änderung der Dünungsrichtung zurückzuführen ist.

Zu jener Zeit wiesen die Küstensümpfe die gleichen Merkmale wie das Weiße Meer auf.

Ein wenig Geschichte

  Im Jahre 1926 erteilte der Präfekt des Finistère dem Geschäftsmann André Bénac eine Genehmigung zur Eindeichung. Zehn Jahre später war das Gebiet komplett abgesperrt...